
Dübi-KI
Informationen zum historischen Dübendorf gesucht?
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Erfahre mehr zur Dübi-KI aus dem Artikel im Glattaler vom 29. Mai 2026:
Die Dübi-KI weiss Erstaunliches zum historischen Dübendorf:
Woher kommt der Name Dübendorf?
Antwort der Dübi-KI:
Der Name Dübendorf geht auf das Frühmittelalter zurück und wurde im Jahr 946 n. Chr. in einer Zehntenurkunde des Zürcher Grossmünsters erstmals urkundlich als «Tuobilindorf» (in weiteren historischen Dokumenten auch Toubilindorf) erwähnt.
Für die sprachliche Bedeutung des Namens existieren in der Namensforschung zwei Haupterklärungen:
1. Ableitung von einem Personennamen («Dorf des Tuobilo»):
Die in der Forschung vorwiegend vertretene Auffassung leitet die Ursprungsform vom alemannischen Personennamen Tuobilo (oder Tuobili) ab. Der Ortsname bedeutet demnach «Dorf beziehungsweise Siedlung des Tuobilo» (vergleichbar mit dem Namen Uotilo beim Uetliberg). Die Namensendung -dorf weist auf eine Gründung während der ersten alemannischen Landnahme im 6. und 7. Jahrhundert hin.
2. Geografische Deutung («Dorf am Tobel»):
Eine andere Sprachinterpretation legte der ursprünglichen Schreibweise die Bedeutung «Dorf am Tobel» zugrunde.
Entwicklung und Adelsgeschlecht
Lautwandel über die Jahrhunderte: Über historische Zwischenformen in den Akten wie Thübilndorf, Düblindorff und Dübelndorf bildete sich schliesslich der heutige Name Dübendorf heraus. Im Zürcher Dialekt heisst der Ort Dübedorf oder kurz Dübi.
Name des Adelsgeschlechts: Die Adelsfamilie der Ritter von Dübendorf (erstmals 1130 mit den Brüdern Burkhard und Gerlo de Toubilndorf belegt) benannte sich nach dem bereits existierenden Ort beziehungsweise später nach der erbauten Burg Dübelstein (de Tuebelnstein) und nicht umgekehrt.
Warum hat Dübendorf ein Einhorn im Wappen?
Antwort der Dübi-KI:
Das Wappen der Stadt Dübendorf – mit dem goldenen Einhorn in der oberen Wappenhälfte – geht auf ein mittelalterliches Adelsgeschlecht und deren Lehensherren im 13. Jahrhundert
1. Der historische Ursprung (Siegel von 1292)
Das Dübendorfer Wappen geht nicht auf die ritterlichen Herren von Dübelstein zurück, wie mancherorts vermutet wurde, sondern auf das Geschlecht «von Dübendorf».
Die älteste erhaltene Darstellung findet sich auf einem Siegel an einer Urkunde vom 17. Dezember 1292 (aufbewahrt im Staatsarchiv Aarau). Mit diesem Siegel bekräftigten die beiden Brüder Werner und Peter von Dübendorf den Verkauf eines Gutes im Aargauischen. Ihr Siegel zeigte bereits ein geteiltes Schild mit einem halben Einhorn in der oberen Hälfte und senkrechten Pfählen in der unteren Hälfte.
2. Die Bedeutung des Wappenbildes und der Lehensherren
In der Heraldik drückten niedere Adlige durch Wappenelemente häufig ihre Zugehörigkeit oder Dienstverhältnisse zu höhergestellten Lehensherren aus. Bei den Brüdern von Dübendorf verweist das Wappenbild auf zwei bedeutende Adelsfamilien der Region:
Das Einhorn (obere Wappenhälfte): Das goldene Einhorn auf blauem Grund geht auf die Freiherren von Tengen zurück. Diese besassen Herrschaftsrechte am Rhein und im Klettgau und traten im 13. Jahrhundert als Lehensherren der Dübendorfer Brüder auf.
Die rot-silbernen Felder (untere Wappenhälfte): Die Spaltung von Silber und Rot erinnert an die Freiherren von Regensberg, die im 13. Jahrhundert ein mächtiges Herrschaftsgebiet im Zürcher Unterland und Wehntal regierten und den Dübendorfern ebenfalls Lehen gewährt hatten.
3. Der Symbolgehalt des Einhorns im Mittelalter
Dass die Freiherren von Tengen und die Brüder von Dübendorf das Einhorn als Schildzeichen wählten, lag an der tiefen Symbolik dieses Fabelwesens im Mittelalter:
Unbezähmbare Kraft und Wildheit: Das Einhorn galt in der antiken und mittelalterlichen Naturlehre als ein extrem schnelles, starkes und unbezähmbares Tier, das kein Jäger mit Gewalt fangen konnte. Dieser Aspekt der Unbeugsamkeit machte es zu einem idealen Wappentier für ritterliche Adelsgeschlechter.
Reinheit und Tugend: In der christlichen Symbolik und Kunst stand das Einhorn zudem für reine Tugend und Keuschheit, da es sich der Sage nach nur in den Schoß einer reinen Jungfrau legte und dadurch besänftigen liess.
Heilende Wirkung: Dem Horn schrieb man im Volksglauben wundersame Kräfte zu, die gegen Krankheiten, Schmerzen und Gifte schützen sollten.
4. Von der Obervogtei zum offiziellen Gemeindewappen
Nach dem Aussterben des Adelsgeschlechts und dem Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann (1489) übernahm die Stadt Zürich die Herrschaftsrechte und formierte ab 1615 die Obervogtei Dübendorf. Dabei wurde das altüberlieferte Wappenbild mit dem Einhorn und den rot-silbernen Pfählen als offizielles Siegelzeichen der Obervogtei weitergeführt.
Am 7. Juni 1926 genehmigte der Dübendorfer Gemeinderat dieses historische Motiv der Obervogtei offiziell als Gemeindewappen der Politischen Gemeinde Dübendorf.
Die genaue heraldische Beschreibung (Blasonierung) lautet seither:
Geteilt von Blau mit einem wachsenden goldenen Einhorn und fünfmal gespalten von Silber und Rot.
5. Das Einhorn als modernes Wahrzeichen Dübendorfs
Das Einhorn ist in Dübendorf weit mehr als nur ein historisches Symbol:
Es ziert den Einhorn-Brunnen auf dem Lindenplatz (geschaffen 1948/49 von Simon Büsch).
Zahlreiche Vereine (wie das Laientheater Einhorn oder Sportclubs) tragen das Einhorn in ihren Vereinszeichen und Standarten.
Im Jubiläumsjahr 2019 stellte der Verschönerungsverein Dübendorf (VVD) unter grossem Publikumsandrang 87 von Künstlern und Gewerblern gestaltete Einhorn-Skulpturen im ganzen Stadtgebiet aus.
Welches ist die älteste Familie in Dübendorf?
Antwort der Dübi-KI:
Bei der Frage nach der ältesten Familie von Dübendorf muss historisch zwischen dem mittelalterlichen Adelsgeschlecht und den bis in die Neuzeit fortbestehenden bäuerlichen und bürgerlichen Stammfamilien unterschieden werden.
1. Das älteste adlige Geschlecht: Die Ritter von Dübendorf
Das historisch am frühesten erwähnte Geschlecht sind die adligen Ritter von Dübendorf (später auch als Ritter von Dübelstein bezeichnet). Sie werden im Jahr 1130 mit den Brüdern Burkhard und Gerlo von Dübendorf als Zeugen bei der Gründung des Klosters Fahr erstmals urkundlich genannt. Dieses Geschlecht stellte über Generationen Ritter und Zürcher Ratsherren, starb jedoch im männlichen Stamm um das Jahr 1314/1315 mit Konrad von Dübelstein aus.
Eine weitere historisch bedeutende Adelslinie bildeten die Brüder Werner und Peter von Dübendorf, die von 1279 bis 1321 belegt sind. Auf ihrem Siegel vom 17. Dezember 1292 befindet sich die älteste überlieferte Darstellung des heutigen Dübendorfer Wappens mit dem wachsenden Einhorn.
2. Die ältesten bürgerlichen und bäuerlichen Stammfamilien
Wie der Dübendorfer Historiker und Genealoge Dr. Wolf-H. Bickel in seinen Untersuchungen darlegt, ist der Begriff der alten Familie für eine Dorfgemeinschaft relativ, da Bevölkerungsgruppen durch Zu- und Wegzug im Laufe der Jahrhunderte stark wechselten. Dennoch lassen sich anhand der historischen Urkunden, Steuerregister und Kirchenbücher mehrere Bürgergeschlechter identifizieren, die als die ältesten lückenlos nachgewiesenen Familien des Dorfes gelten:
- Familie Trüb: Eine Familie Trüb lässt sich in Dübendorf bereits für das Jahr 1425 nachweisen. Sie zog ursprünglich von Ebmatingen zu. Die Trüb gehörten im Unterdorf über Jahrhunderte zu den einflussreichsten Geschlechtern und stellten Wirte, Untervögte, Säckelmeister und Gemeindevertreter.
- Familie Attinger: Die Attinger sind um das Jahr 1500 erstmals in den Dübendorfer Quellen greifbar. Sie waren historisch besonders im Ortsteil Gockhausen stark vertreten und prägten dort die Dorfgemeinschaft.
- Familie Staub: Das Geschlecht der Staub lässt sich auf dem Hof im Geeren ab dem Jahr 1504 nachweisen. Im Jahr 1571 sind dort vier eheliche Brüder Staub aktenkundig. Die Familie besaß im Geeren bis ins späte 18. Jahrhundert hinein besondere Steuerprivilegien.
- Familie Fenner: Die Fenner gehören zu den ältesten nachgewiesenen Stammfamilien im Ortsteil Wil.
- Weitere alte Dorfgeschlechter: Zu den seit dem 16. Jahrhundert durchgehend ansässigen und verbreiteten Alt-Familien zählen ausserdem die Geschlechter Pfister, Müller, Weber, Keller, Denzler, Kuhn und Temperli.
- Familie Gossweiler: Obwohl die Gossweiler im 18. und 19. Jahrhundert zur zahlenmäßig grössten Sippe in Dübendorf heranwuchsen, zählen sie historisch gesehen zu den etwas jüngeren Alt-Familien. Begründer der Dübendorfer Linie war Jörg Gossweiler, der um das Jahr 1583 die Obermühle kaufte und sich im Dorf niederließ.
Zusammenfassend gilt: Das älteste namentlich bekannte Geschlecht überhaupt waren die adligen Ritter von Dübendorf (erstmals 1130 erwähnt). Unter den bürgerlichen Familien, deren Nachkommen die Dorfgeschichte über Jahrhunderte prägten, ist die Familie Trüb (ab 1425) sowie die Familien Attinger, Staub und Fenner (um 1500) am frühesten urkundlich nachgewiesen.
Seit wann ist das Einhorn am Lindenplatz?
Antwort der Dübi-KI:
Das Einhorn steht seit dem Jahr 1948 auf dem Lindenplatz in Dübendorf.
Die Entstehung und Geschichte des bekannten Einhorn-Brunnens gliedert sich im Detail wie folgt:
1. Die Vorgeschichte und die Schenkung (1947)
Im Jahr 1947 schenkte die traditionsreiche Dübendorfer Seidenzwirnerei Zwicky & Co. der Gemeinde Dübendorf den Betrag von 10'000 Franken zur freien Verfügung. Auf Anregung des damaligen Gemeindepräsidenten Hans Gossweiler beschloss der Gemeinderat, dieses Geld für eine repräsentative Brunnenplastik bei der Umgestaltung des Lindenplatzes zu verwenden. Die Gemeinde übernahm die verbleibenden Kosten der Anlage.
2. Der Künstler und die Erstellung (1948/1949)
Mit dem Entwurf und der Ausführung wurde der in Dübendorf lebende Bildhauer Simon Büsch (1914–1985) beauftragt, der hauptberuflich bei den Gemeindewerken tätig war. Er wählte als Motiv das Einhorn als traditionelles Wappentier von Dübendorf. Büsch schuf die Bronzeplastik im Jahr 1948 und versah das Kunstwerk mit der Einmeisselung "Büsch 48". Auf der Inschrift des Sockels wird an die Ermöglichung der Anlage durch die Spende der Firma Zwicky im Jahr 1949 erinnert. Die feierliche Einweihung des Einhorn-Brunnens fand 1948 statt.
3. Gestaltung und Ausführung
Die Brunnenanlage besteht aus einem runden, konischen Wassertrog und einem Sockel, auf dem das Wappentier platziert ist. Der Künstler gestaltete bewusst ein junges, anmutiges Einhorn, das in ruhiger Haltung beim quellenden Wasser steht und den Lindenplatz überblickt.
4. Spätere Veränderungen am Lindenplatz
Der Einhorn-Brunnen prägt das Stadtzentrum seit über sieben Jahrzehnten. Im Zuge verschiedener Neugestaltungen des Strassenraums und des Lindenplatzes veränderte sich die Umgebung des Brunnens mehrmals:
- Im September 2014 wurde die über 50 Jahre alte Kastanie direkt neben dem Brunnen wegen einer geänderten Verkehrsführung ausgegraben und an einen neuen Standort verpflanzt.
- Im Frühjahr 2024 folgte im Rahmen des Projekts "Begrünung Lindenplatz" (finanziert aus dem Jubiläumskredit der ZKB) eine weitere Aufwertung und Neubepflanzung des Areals rund um den Brunnen.
Waren die Römer schon in Dübendorf?
Antwort der Dübi-KI:
Ja, die Römer waren tatsächlich in Dübendorf ansässig. Zahlreiche archäologische Funde und Ausgrabungen belegen, dass das Gebiet im Bereich des heutigen Ortsteils Wil sowie entlang alter Verkehrswege vom 1. bis in das spätere 3. Jahrhundert n. Chr. von Römern besiedelt und bewirtschaftet wurde.
1. Der römische Gutshof (Villa rustica) im Wil
Der bedeutendste römische Fundort in Dübendorf befindet sich im Bereich der heutigen reformierten Kirche Wil und des Schulhauses Wil.
Erste Entdeckungen im Jahr 1839: Bereits im Herbst 1839 untersuchte der Zürcher Altertumsforscher Dr. Ferdinand Keller Mauerreste eines römischen Hauptgebäudes. Dabei wurden Umfassungsmauern, Reste einer Fussbodenheizung (Hypokaustheizung mit Heizröhren), Dachziegel, ein Estrichboden aus Kalkmörtel und Ziegelschrot sowie ein bleiernes Wasserleitungsrohr freigelegt.
Ausgrabungen von 1968 unter der Kirche Wil: Als die reformierte Kirche Wil 1968 umgebaut wurde, führten Archäologen Untersuchungen unter dem Kirchenschiff durch. Sie entdeckten, dass die ersten mittelalterlichen Kirchenbauten (eine karolingische Saalkirche aus der Zeit um 800) direkt auf den Fundamentmauern des alten römischen Gutshofes errichtet worden waren.
Ausgrabungen von 2010 am Werlenweg und an der Höglerstrasse: Im Sommer 2010 wurden bei Rettungsgrabungen am Werlenweg (Höhe Höglerstrasse) weitere Teile des Gutshofkomplexes freigelegt. Die Archäologen stiessen auf eine rund 2,5 Meter lange und 0,7 Meter dicke römische Fundamentmauer, Schichten von Dachziegeln sowie zahlreiche Alltagsgegenstände. Dazu gehörten importiertes rotes Tongeschirr (Terra Sigillata), Fibeln (Gewandnadeln), Bleigewichte, Messer, Nägel und Teile einer Bronzekanne.
Aufbau und Betrieb des Gutshofs: Das Anwesen entsprach dem typischen Aufbau einer römischen Villa rustica. Es bestand aus einem komfortablen Wohnhaus für den Gutsherrn (pars urbana) sowie einem umfangreichen landwirtschaftlichen Teil (pars rusticana) mit Scheunen, Ställen und Werkstätten. Der Betrieb produzierte Nahrungsmittel für römische Truppen und Beamte.
Datierung und Niedergang: Zahlreiche in Wil gefundene Münzen – darunter Silbermünzen mit den Bildnissen von Kaiserin Faustina (176 n. Chr.), Kaiser Philippus Arabs (244–249 n. Chr.), Claudius Gothicus (gestorben 270 n. Chr.) und Kaiser Postumus (260–273 n. Chr.) – belegen, dass der Gutshof rund 200 Jahre lang genutzt wurde. Zwischen 250 und 277 n. Chr. durchbrachen Germanen und Alemannen wiederholt die römischen Aussengrenzen. Diese Unruhen und Einfälle führten schliesslich zum wirtschaftlichen Niedergang und zur Aufgabe der Anlage.
2. Das römische Strassennetz
Dübendorf lag an einem gut ausgebauten regionalen Verkehrsweg der Römerzeit.
Verlauf der Trasse: Eine römische Strasse führte von Zürich (Turicum) über den Zürichberg nach Stettbach, überquerte dort die Glatt und verlief weiter über Wil und Hermikon in Richtung Uster und ins Zürcher Oberland.
Bedeutung: Dieser Weg verband die ländlichen Landgüter der Umgebung mit dem Handels- und Zollplatz Zürich sowie mit weiteren römischen Siedlungen im Oberland.
3. Weitere Funde im Gemeindegebiet
Neben dem Hauptkomplex im Wil wurden auch in anderen Teilen von Dübendorf Spuren der Römerzeit entdeckt:
Römische Münzfunde: Einzelne römische Münzen wurden unter anderem im Gfenn sowie im Bereich des Ruinenhügels der Burg Dübelstein geborgen.
Der Ortsname Wil: Der Name des Ortsteils Wil geht direkt auf das lateinische Wort "villa" (für das römische Landgut) zurück. Obwohl der Gutshof im späten 3. Jahrhundert verfiel und unbewohnbar wurde, überdauerte die Ortsbezeichnung die nachfolgenden Jahrhunderte bis heute.
Welches ist der älteste Dübendorf Verein?
Antwort der Dübi-KI:
Bei der Frage nach dem ältesten Verein in Dübendorf muss zwischen der Holzkorporation als genossenschaftlicher Körperschaft und den klassischen Kultur-, Sport- und Gesellschaftsvereinen unterschlagen werden:
1. Holzkorporation Dübendorf (1834)
Die älteste korporative Organisation, die im Dübendorfer Vereinsverzeichnis geführt wird, ist die Holzkorporation Dübendorf. Sie wurde am 7. November 1834 ins Leben gerufen, als das Gemeindeholz aus dem allgemeinen Bürgergut ausgeschieden und von 62 Bürgern übernommen wurde.
2. Männerchor Eintracht Dübendorf (1866)
Unter den klassischen Kultur- und Gesangvereinen gilt der Männerchor Eintracht traditionell als der älteste durchgehend bestehende Verein Dübendorfs. Bereits um 1850 existierten im Dorf zwei Singgemeinschaften, die ab 1866 beziehungsweise 1868 im Männerchor Eintracht zusammengefasst wurden.
3. Weitere frühe Vereinsgründungen im 19. Jahrhundert
In den historischen Archiven sind weitere Pioniervereine dokumentiert:
- Infanterieschiessverein / Schützenverein Dübendorf (1865 / 1882): Zur militärischen Übung wurde 1865 ein Infanterieschiessverein gegründet, aus dem 1882 der Schützenverein Dübendorf hervorging. Dieser schloss sich 2003 mit dem Militärschiessverein zu den heutigen Stadtschützen zusammen.
- Turnverein Dübendorf (1876 / 1882): Der erste Turnverein im Dorf wurde am 28. Mai 1876 im Gasthof Hecht aus der Taufe gehoben. Nach einem kurzen Unterbruch erfolgte am 11. Juni 1882 die definitive Gründung des heutigen Turnvereins.
- Gemeinnütziger Frauenverein Dübendorf (1885): Am 12. April 1885 auf Initiative von Pfarrer Straumann gegründet, um die Mädchenarbeitsschule und gemeinnützige Werke zu fördern.
- Frauenverein Gfenn-Hermikon (1889): Im Dezember 1889 von der Handarbeitslehrerin Emma Geilinger gegründet.
- Gewerbe-, Handels- und Industrieverein / Handwerkerverein (1891): Am 1. Juni 1891 im Gasthof Hecht als Handwerkerverein gegründet.
- Philatelistenverein Glattal Dübendorf (1891): Am 8. Dezember 1891 durch den 17-jährigen Lehrling Jean Trüb gegründet.
- Kavallerieverein Dübendorf und Umgebung (1897): Am 7. März 1897 von Dragonern im Gasthof Kreuz gegründet.
- Stadtmusik Dübendorf (1899): Im Jahr 1899 unter dem ursprünglichen Namen Musikverein Frohsinn im Restaurant Rosenbaum gegründet.
Seit wann gehört das Gfenn zur Dübendorf?
Antwort der Dübi-KI:
Die Zugehörigkeit der Aussenwacht Gfenn zu Dübendorf ist ein historischer Prozess, der sich über mehrere Phasen erstreckte. Das Zusammenwachsen lässt sich an zwei zentralen Jahreszahlen festmachen: Seit dem Jahr 1815 bildet das Gfenn geografisch und verfassungsmässig einen Teil der Politischen Gemeinde Dübendorf in ihren heutigen Grenzen. Die vollständige rechtliche und administrative Verschmelzung im Innern erfolgte jedoch am 1. Januar 1926 mit der Auflösung der eigenständigen Zivilgemeinde Gfenn.
1. Vornapoleonische Zeit und Ancien Régime (vor 1798)
In der Frühen Neuzeit waren das Dorf Dübendorf und der Weiler Gfenn verwaltungsmässig getrennt organisiert. Kirchlich war das Gfenn zwar bereits seit Jahrhunderten nach Dübendorf orientiert und kirchgenössig. Politisch und landesherrlich unterstand das Gfenn jedoch der Landvogtei Greifensee. Der Hauptteil von Dübendorf bildete hingegen zusammen mit Schwamendingen die stadtzürcherische Obervogtei Dübendorf-Schwamendingen.
2. Helvetik und Mediation (1798 bis 1815)
Mit dem Einmarsch der Franzosen und dem Umsturz von 1798 wurden die alten Vogteien aufgelöst. Während der Helvetik (1798–1803) gehörte Dübendorf zum Distrikt Regensdorf und in der Mediationszeit (1803–1815) zum Bezirk Bülach. Das Gfenn und Hermikon waren in dieser Übergangszeit der Agentschaft Wangen beziehungsweise dem Distrikt Uster zugeordnet. Dennoch blieb der Pfarrer von Dübendorf weiterhin für die Armenfürsorge und das Schulwesen im Gfenn zuständig.
3. Entstehung der Politischen Gesamtgemeinde (1815)
Nach dem Ende der napoleonischen Wirren ordnete der Kanton Zürich das Gemeindewesen neu. Im Jahr 1815 entstand die Gemeinde Dübendorf in ihren heutigen geografischen Grenzen als Teil des damaligen Oberamtes Greifensee (aus dem später der Bezirk Uster hervorging). Ab 1815 bildete das Gfenn somit zusammen mit Dübendorf eine gemeinsame politische Gebietskörperschaft nach aussen.
4. Das Jahrhundert der Zivilgemeinden (1815 bis 1925)
Dass das Gfenn ab 1815 zur übergeordneten Politischen Gemeinde Dübendorf gehörte, bedeutete noch keine vollständige lokale Verschmelzung. Innerhalb des Gemeindegebiets bestanden vier eigenständige Zivilgemeinden: Dübendorf, Berg, Hermikon und Gfenn.
Die Zivilgemeinde Gfenn, deren eigene Protokollführung im Jahr 1824 begann, besass weitgehende Autonomie. Sie verwaltete ihr eigenes Gemeindegut, erhob lokale Steuern von ihren Bewohnern und war für die örtliche Infrastruktur zuständig. Dazu gehörten das Brunnen- und Wasserwesen, das Feuerlöschwesen, die Aufsicht über Tag- und Nachtwachen, die Besorgung der Wiesen und Wälder sowie die Mitverwaltung der örtlichen Schule.
5. Die Auflösung der Zivilgemeinde und Vollintegration (1. Januar 1926)
Gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts führte das Nebeneinander der Zivilgemeinden und der Politischen Gemeinde zunehmend zu Doppelspurigkeiten und unrentablen Verwaltungsaufwänden. Zuerst vereinigten sich 1919 die Zivilgemeinden Dübendorf und Berg.
Am 18. September 1925 beschlossen schliesslich die Stimmberechtigten der Zivilgemeinde Gfenn unter dem Präsidium von Adolf Trüb die Liquidation ihrer Zivilgemeinde per Ende des Jahres. Nach der Genehmigung durch den Regierungsrat des Kantons Zürich gingen am 1. Januar 1926 sämtliche Aktiven, Passiven, Rechte und Pflichten der Zivilgemeinde Gfenn vollständig an die Politische Gemeinde Dübendorf über. Seit diesem Stichtag ist das Gfenn auch administrativ lückenlos in der heutigen Stadt Dübendorf integriert.
Erzähle die Geschichte der Lazariterkirche im Gfenn
Antwort der Dübi-KI:
Die Geschichte der Lazariterkirche im Gfenn reicht über 800 Jahre zurück und zählt zu den bewegtesten Kapiteln der Dübendorfer Orts- und Kulturgeschichte. Als einziges Bauwerk der Stadt Dübendorf ist das Bauwerk im Bundesinventar der schützenswerten Bauten von nationaler Bedeutung eingetragen.
1. Geografische Lage und Name
Die Lazariterkirche steht im Weiler Gfenn im Osten von Dübendorf auf einem markanten Moränenhügel, der sich etwa zehn Meter über das umliegende Gelände erhebt. In früheren Jahrhunderten war die flache Landschaft rund um den Hügel weitgehend versumpft. Der Ortsname Gfenn leitet sich vom althochdeutschen Wort "fena" beziehungsweise mittelhochdeutschen "ven" ab, was feuchtes Land, Ried oder Sumpf bedeutet. Über diesen sanften Hügel führte im Mittelalter eine wichtige Wegverbindung von Zürich über Stettbach, Wil und Gfenn weiter nach Pfäffikon.
2. Die Gründung im 13. Jahrhundert und der Lazariterorden
Die Entstehung der Lazariterkirche fällt in das erste Viertel des 13. Jahrhunderts (um 1220/1230). Sie wurde in einem Guss als romanische Saalkirche mit einem rechteckigen Schiff und einem eingezogenen, quadratischen Chor erbaut. Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1250, als zwei Zürcher Bürger den "frommen Brüdern des Spitals St. Lazarus in dem Gvenne" ein Gut verkauften.
Als Stifter des Klosters gilt in der historischen Überlieferung Vogt Rudolf III. von Rapperswil, der um 1217 von einer Pilgerreise ins Heilige Land zurückgekehrt war. Das Haus im Gfenn bildete zusammen mit den Niederlassungen Seedorf im Kanton Uri und Schlatt im Breisgau die alemannische Provinz des Lazariterordens. Der Orden, der zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem entstanden war, hatte sich der Pflege von Aussätzigen (Leprakranken) verschrieben, die in normalen Spitälern nicht aufgenommen wurden. Die isolierte Lage im Ried bot für diesen Zweck ideale Bedingungen. Als erster Vorsteher ("Anheber") der Gemeinschaft wird der Ritter Berchtold Fantili genannt.
3. Wandel zum Frauenkloster und die Blüte unter Komtur Schwarber
In den ersten Jahrzehnten bestand die Gemeinschaft im Gfenn aus Ordensbrüdern, nämlich Rittern, Priestern und Laienbrüdern. Um die Mitte des 14. Jahrhunderts (zwischen 1346 und 1368) verschwand der Männerkonvent aus den Quellen, und das Haus wurde von Ordensschwestern bezogen. Ab 1368 wird Bertha von Hünenberg als Meisterin des Klosters genannt. Das Frauenkloster erwarb Besitztümer in der Umgebung, darunter die Mühlen in Dübendorf sowie im Jahr 1400 das Haus "zum Grünen Kreuz" an der Unteren Zäune in Zürich als städtische Herberge. Dennoch zählte Gfenn zeitlebens zu den eher armen Konventen der Region.
Eine besondere Blütezeit erlebte die Niederlassung unter dem Komtur und Priester Johannes Schwarber, der von 1414 bis 1443 amtierte. Er investierte erhebliche eigene Mittel in die Sanierung der Gebäude. Schwarber liess die Kirche neu decken, einen neuen Unterzug unter dem Dachwerk einbauen, die Bäckerei und Trotte erneuern und das Konventgebäude ausbauen. In seinem Notizbuch aus dem Jahr 1420 werden 14 Nonnen und sieben Gehilfen beiderlei Geschlechts im Gfenn erwähnt.
4. Zerstörung im Alten Zürichkrieg und gotische Ausmalung
Im Mai 1444, während der Belagerung von Greifensee im Alten Zürichkrieg, fielen Schwyzer Truppen im Gfenn ein. Sie plünderten das Klösterchen und steckten Kirche und Konvent in Brand. Der Wiederaufbau zog sich über Jahrzehnte hin. Im Zuge der Erneuerung in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhielt der Innenraum seine künstlerische Ausmalung mit Wand- und Deckenfresken.
Das grätige Kreuzgratgewölbe des Chors wurde mit einer Darstellung des Triumphs Mariä in einer Mandorla geschmückt, umgeben von den Symbolen der vier Evangelisten. In den Laibungen des Ostfensters findet sich die Szene der Begegnung Maria Magdalenas mit dem auferstandenen Christus. An der Nordwand des Schiffes blieb ein Fragment einer Passionsfolge erhalten, das die Geisselung Christi zeigt. Zwischen 1505 und 1508 wurden das Konvent- und Gästehaus neu erbaut, und die Kirche erhielt ihren charakteristischen gotischen Staffelgiebel.
5. Säkularisierung und Jahrhunderte als Scheune
Im Jahr 1525 wurde das Kloster im Zuge der Zürcher Reformation unter Huldrych Zwingli aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt lebten nur noch zwei Schwestern im Gfenn, die mit lebenslangen Leibgedingen abgesichert wurden. Das Klostervermögen fiel an das städtische Siechenhaus St. Moritz an der Spanweid in Zürich, welches die Gebäude 1527 an den Landvogt Heinrich Escher zu Greifensee verkaufte.
Das ehemalige Konvent- und Gästehaus wurde in eine Taverne umgewandelt (bekannt als Wirtshaus "Zum Rothen Greyff"), die bis 1783 betrieben wurde. Die romanische Kirche verlor ihre sakrale Funktion vollständig und diente über 400 Jahre lang als Scheune, Schuppen, Stallung und Lagerraum. Im Jahr 1828 brannte das alte Konventhaus ab. Auf seinen Grundmauern und über dem romanischen Keller aus dem 13. Jahrhundert wurde 1828 das heutige Doppelwohnhaus (Klosterstrasse 6/8) errichtet.
6. Kauf durch die Gemeinde, der Brand von 1956 und die Restaurierung
Am 29. Oktober 1956 erwarb die politische Gemeinde Dübendorf die entweihte Kirchenruine. Nur wenige Wochen später, am 27. November 1956, brach in der als Lager genutzten Kirche ein verheerender Brand aus, der durch mutwillige Brandstiftung verursacht wurde und das Gebäude bis auf die Aussenmauern ausbrennen liess.
Trotz der Zerstörung entschied sich die Gemeinde Dübendorf zur Rettung des historischen Baudenkmals. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professor Linus Birchler, Kantonsbaumeister Heinrich Peter, Kantonalem Denkmalpfleger Walter Drack und dem Zumiker Architekten Rolf Keller wurden die Wiederherstellungsarbeiten von 1961 bis 1963 durchgeführt. Dabei wurden sämtliche späten Verbauungen entfernt, die romanische Bausubstanz freigelegt und die verborgenen spätmittelalterlichen Wandgemälde durch den Restaurator Pierre Boissonnas freigelegt und konserviert. Seit 1961 steht die Lazariterkirche unter eidgenössischem Denkmalschutz.
Am 30. April 1967 wurde das restaurierte Gotteshaus in einer feierlichen ökumenischen Feier eingeweiht. Seither dient sie als erste paritätische Kirche im Kanton Zürich beiden Konfessionen gleichermassen. Für die Wiedereröffnung schufen namhafte Künstler neuen Schmuck: Max Rüedi gestaltete das Relief am Hauptportal mit Szenen des Barmherzigen Samariters, Silvio Mattioli schmiedete den eisernen Turmhahn auf dem Glockenträger, und die Orgelbau Späth lieferte die neue Orgel.
7. Weitere Erneuerungen und heutige Bedeutung
In den Jahren 1986 bis 1988 wurden auch die städtischen Teile des angrenzenden Konventhauses (Klosterstrasse 6/8) unter Architekt Rolf Keller saniert, wobei der romanische Klosterkeller aus dem 13. Jahrhundert und die historische Klosterstube für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Im Jahr 2001 veranlasste die Stadt Dübendorf eine umfassende Gesamtrestaurierung der Lazariterkirche unter der Leitung des Architekten Peter Fässler. Um die Feuchtigkeit im Tuffsteinmauerwerk zu bekämpfen, wurden die Verputze erneuert, eine Dachrinne angebracht und die Wandmalereien durch die Restauratorin Barbara Könz gereinigt und konserviert.
Heute gilt die Lazariterkirche Gfenn als Wahrzeichen der Stadt und ist ein ausserordentlich beliebter Ort für Trauungen, Taufen, Konzerte und Besinnung. Zudem nutzen die Mitglieder des internationalen Lazariterordens die Kirche regelmässig für ihre Investiturfeiern und Kapitelsitzungen.
Was wurde früher im Hecht serviert?
Antwort der Dübi-KI:
Über die Speisen, die früher im Gasthof Hecht in Dübendorf aufgetischt wurden, existieren in den historischen Quellen bemerkenswert detaillierte Aufzeichnungen.
1. Das Festmahl von 1795
Das älteste lückenlos erhaltene Menü stammt vom 2. April 1795 anlässlich der Huldigung für Zunftmeister Hirzel. Damals verzehrten die städtischen Herren und Dübendorfer Gemeindevorsteher bei der Wirtefamilie Trüb ein üppiges Mehrgang-Mahl:
- Fleischspeisen: Kalbfleisch, Schweinefleisch, Rindfleisch, Speck, Kapaunen (gemästete Hähne) sowie Hasenfleisch und acht Paar Tauben.
- Fischgerichte: Verschiedene Fische sowie Krebse.
- Gebäck und Naschwerk: Frisches Brot, Küchli, Hüppen (traditionelles Hohlgebäck), Specereyen, Rosinen (Wynbeeri) und Mandeln.
- Zutaten und Zubereitung: Anken (Butter) und reichlich Gewürze aus der Küche.
- Getränke: Drei verschiedene Sorten Wein.
2. Die Angebote im 20. Jahrhundert
Auch in neuerer Zeit genoss die Küche des Gasthofs einen hervorragenden Ruf:
- Vorzügliche Butterküche: In den 1930er-Jahren war das Hotel Hecht weit herum für seine vorzügliche Butterküche und erlesene Qualitätsweine bekannt.
- Glace-Spezialitäten: In den 1940er-Jahren empfahl das Haus den Festbesuchern und Gästen neben Mittag- und Abendmenüs vor allem feine Glaces als Hausspezialität.
- Gutbürgerliche Küche und Bankette: In den 1980er- und 1990er-Jahren führte Wirt Hubert Langeder eine gepflegte, gutbürgerliche Küche mit wechselnden Tagesmenüs, Bankett-Angeboten für Hochzeiten und Vereinsanlässe sowie der beliebten Charly-Bar.
- Das Hecht-Menu: Nach der umfassenden Sanierung der Liegenschaft wurde schliesslich ein eigens kreiertes Hecht-Menu auf die Speisekarte gesetzt.
3. Historischer Bezug zum Namen
Der Name des Gasthauses verweist zudem auf die frühere Zeit, als die Glatt für ihren ausserordentlichen Fischreichtum und insbesondere für edle Speisefische wie den Hecht berühmt war.
Was weisst du über die Geschichte der Stadtmusik?
Antwort der Dübi-KI:
Die Geschichte der Stadtmusik Dübendorf ist reich an Tradition, Kuriositäten und kultureller Bedeutung für die Gemeinde. Sie erstreckt sich über mehr als 120 Jahre.
Gründung und die ersten Jahre (1899)
Der Verein wurde im Jahr 1899 unter dem ursprünglichen Namen Musikgesellschaft Frohsinn Dübendorf (später auch Musikverein Frohsinn) im Restaurant Rosenbaum gegenüber dem damaligen Bahnhofsgebäude ins Leben gerufen. Zu den Gründern gehörten Fritz Stüssi, der als erster Präsident amtierte, und Heinrich Ott jun. als erster Dirigent, zusammen mit den Musikfreunden Gottlieb Keller, Jakob Keller, Otto Keller und Otto Grimm. Als erstes Probenlokal diente das Restaurant Rosenbaum, ehe der Probebetrieb später in den Gasthof zum Adler verlegt wurde.
Ein schmerzhafter Verlust in der Frühgeschichte war der Brand des Gasthofs Adler im Jahr 1918, bei dem sämtliche Gründungsprotokolle und frühen Dokumente des Vereins in den Flammen vernichtet wurden. Das älteste lückenlos erhaltene Schriftstück der Vereinsgeschichte ist das Protokoll der Generalversammlung vom 31. Januar 1909, die im Gasthof zum Hecht stattfand.
Die Namensentwicklung des Vereins
Im Laufe der Jahrzehnte passte das Orchester seinen Namen dreimal dem Wandel der Zeit an:
- 1899: Gründung als Musikgesellschaft Frohsinn Dübendorf.
- 1921: Umbenennung in Musikverein Harmonie Dübendorf.
- 1982: An der 83. Generalversammlung vom 22. Januar 1982 beschlossen die Mitglieder die Namensänderung in Stadtmusik Dübendorf, da Dübendorf bereits seit 1974 den Status einer Stadt besass.
Das fliegende Vereinsemblem und die Fahnengeschichte
Eine besondere Anekdote betrifft das erste Vereinssymbol: In den ersten Jahrzehnten konnte sich die damalige Musikgesellschaft die Anschaffung einer kostspieligen, beidseitig gestickten Stofffahne schlichtweg nicht leisten. Da eine Blasmusik ohne Vereinssymbol jedoch undenkbar war, befestigte man ein geschnitztes Holzmodell des Jagdflugzeugs Dewoitine D 27 auf einer Stange. Mit diesem Flieger auf der Stange zog der Verein bei Umzügen auf – eine Anspielung auf Dübendorfs Rolle als Wiege der Schweizer Aviatik.
Erst im weiteren Verlauf der Vereinsgeschichte wurden reguläre Vereinsbanner angeschafft:
- Die erste Vereinsfahne wurde am 16. August 1936 auf dem Dorfschulhausplatz im Rahmen eines grossen Musikfestes feierlich geweiht.
- Die zweite Fahne folgte 1974 anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums und des zweiten Dübendorfer Dorffestes mit der Musikgesellschaft Fällanden als Fahnengötti.
- Die dritte und aktuelle Fahne wurde 2006 am Frühlingsfest geweiht; sie war ein Geschenk der Gönner Elsbeth Pantli und Eduard Halm.
Der Marsch der Stadt Dübendorf
Eine eigene Hymne verdankt die Stadt einem Fund im Vereinsarchiv: Im Jahr 1942 hatte der damalige Dirigent Moritz Meyer zum Dank für eine Subventionserhöhung einen Konzertmarsch mit dem Titel "Vereint marschiert" komponiert und dem damaligen Gemeindepräsidenten Oskar Trachsler gewidmet.
Ende 1986 wurde die vergessene Klavierstimme im Notenarchiv wiederentdeckt. Der Komponist und Dirigent Jakob Bichsel arrangierte das Werk neu für Blasorchester. Am Jahreskonzert vom 22. November 1987 überreichte die Stadtmusik die Urkunde und Partitur feierlich an Stadtpräsident Heinz Jauch als offiziellen "Marsch der Stadt Dübendorf". Seither bildet dieses Stück den traditionellen Schlusspunkt jedes Konzertes der Stadtmusik.
Nachwuchsförderung und das Verhältnis zur Jugendmusik
Im Jahr 1948 rief der damalige Präsident Eugen Müller zusammen mit Hans Zöbeli einen ersten Jungbläserkurs ins Leben, aus dem die Knabenmusik der Harmonie hervorging. Im Jahr 1956 verselbstständigte sich diese Nachwuchsabteilung zum eigenständigen Verein Knabenmusik Dübendorf, der 1977 in Jugendmusik Dübendorf umbenannt wurde. Bis heute pflegen die Stadtmusik und die Jugendmusik eine enge Partnerschaft mit gemeinsamen Auftritten, Proben und Festorganisationen.
Kulturelle Verankerung und internationale Freundschaften
Die Stadtmusik prägt das kulturelle Leben in Dübendorf massgeblich durch:
- Das traditionelle Frühlingsfest (Früeligsfäscht) am Vorabend des Muttertags.
- Das jährliche Gala- und Jahreskonzert im November.
- Die musikalische Umrahmung von Bundesfeiern, Neuzuzügertagen, Apero-Anlässen sowie Auftritten im Alterszentrum.
- Die Mitorganisation der Dübendorfer Dorffeste, deren Organisationskomitee über viele Jahre von Persönlichkeiten der Stadtmusik (wie Hanspeter Räber) geleitet wurde.
Seit 1987 pflegt die Stadtmusik zudem eine sehr enge Freundschaft mit der Stadtkapelle Schongau aus Bayern, was zu regelmässigen gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Auftritten führt.
Wichtige Musikalische Leiter
Über die Jahrzehnte prägten prägende Dirigentenpersönlichkeiten das Korps, darunter Heinrich Ott (1899–1901), Fritz Idler (1902–1911), Carl Canepa (1911–1915, 1925–1928), Moritz Meyer (1938–1956), Albert Häberling (1956–1965), Fritz Hitz (1965–1974), Balthazar Boller (1974–1979), Max Baumberger (1979–1992), Marc Mehmann (1992–1994), Werner Willi (1994–2003), Beat Simeon (ab 2003) und Thomas Korner (ab 2008).
Was waren die besten Jahre des Eishockeyclubs?
Antwort der Dübi-KI:
Die Geschichte des 1939 gegründeten EHC Dübendorf zeichnet sich durch mehrere ausgeprägte Blütezeiten aus. Die besten Jahre des Vereins lassen sich in vier prägende Epochen gliedern:
1. Die goldene NLB-Ära und die NLA-Aufstiegsspiele (1978 bis 1986)
Der sportliche Aufstieg in die nationale Spitze begann Ende der 1970er-Jahre:
- Der Aufstieg von 1978: Am 4. März 1978 sicherte sich der EHC Dübendorf vor 2800 Zuschauern auf der Kunssteisbahn im Chreis mit einem dramatischen 5:4-Sieg gegen die Grasshoppers den erstmaligen Aufstieg in die Nationalliga B (NLB), die zweithöchste Schweizer Spielklasse. Seine erste NLB-Saison schloss der Verein überraschend gut auf dem 9. Rang ab.
- Die Einweihung der Eishalle 1982: Ein Meilenstein folgte am 27. November 1982, als die neu erbaute Eishalle im Chreis mit einem 4:0-Erfolg gegen den ZSC vor 4000 Zuschauern feierlich eingeweiht wurde.
- Schnuppern an der NLA 1983/1984: In der Saison 1983/84 erreichte der EHCD den 2. Rang in den Aufstiegsspielen zur Nationalliga A (NLA) – der bis dahin höchste sportliche Leistungsstand in der Vereinsgeschichte.
- Die Rekordsaison 1985/1986: Unter Trainer Heinz Zehnder erlebte der EHCD die punktemässig stärkste NLB-Saison überhaupt. Der Verein führte rund die Hälfte der Qualifikation die NLB-Tabelle an und beendete die Meisterschaft auf dem 2. Platz hinter dem SC Bern (46 Punkte aus 36 Spielen).
2. Die Ära als Top-Ausbildungsverein und Schweizer Amateurmeister (2000er- und 2010er-Jahre)
Nach dem Abstieg 1987 entschied sich der Verein bewusst für das Konzept eines ambitionierten Ausbildungsvereins in der 1. Liga. Ab der Saison 1999/2000 klassierte sich die 1. Mannschaft lückenlos unter den besten vier Teams der Qualifikation:
- Erster Schweizer Amateurmeistertitel 2003/2004: Am 22. März 2004 sicherte sich der EHC Dübendorf mit einem 4:2-Sieg über den EHC Unterseen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel des Schweizer Amateurmeisters. Auf einen möglichen Aufstieg in die NLB verzichtete der Klub aus finanziellen Überlegungen und aus Treue zur Ausbildungsphilosophie.
- Zweiter Schweizer Amateurmeistertitel 2013/2014: Pünktlich zum 75-Jahr-Jubiläum errang der EHCD am 12. April 2014 seinen zweiten Schweizer Amateurmeistertitel. Vor 1700 Zuschauern in der Langnauer Ilfis-Halle bezwang man Wiki-Münsingen mit 3:2 nach Verlängerung.
3. Die historische Pokalsensation gegen den HC Davos (2015)
Am 30. September 2015 erlebte die Eishalle im Chreis eine der grössten Sensationen des Schweizer Eishockeysports: Im Schweizer Cup (Swiss Ice Hockey Cup) forderte der EHCD den amtierenden NLA-Schweizer-Meister HC Davos heraus. Vor 2558 Zuschauern erkämpften sich die Dübendorfer ein 4:4 nach der regulären Spielzeit und erzielten nach 1:56 Minuten in der Verlängerung durch Damian Reichart den 5:4-Siegtreffer. Dies blieb der einzige Sieg einer Amateurmannschaft gegen ein National-League-Team im Schweizer Cup.
4. Der Meistertitel in der MySports League (2017/2018)
In der Saison 2017/2018 krönte sich der EHC Dübendorf zum allerersten Meister der neu geschaffenen höchsten Schweizer Amateurliga (MySports League / MSL). Am 25. März 2018 entschieden die Dübendorfer die Finalserie in Huttwil mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen den EHC Brandis für sich.
Was hat Achim Kuhnt, der Dübendorfer des Jahers 2021, alles für Dübendorf geleistet?
Antwort der Dübi-KI:
Achim Kuhnt wurde mit dem Dübi-Award in der Kategorie Dübendorfer des Jahres 2021 ausgezeichnet. Die feierliche Übergabe fand im Rahmen der Dübi-Mäss am 1. Mai 2022 durch Stadtpräsident André Ingold statt. Mit dieser Auszeichnung ehrte die Stadt Dübendorf sein jahrzehntelanges, ehrenamtliches und ausserordentlich vielseitiges Engagement für das Gemeindewesen, die Ortsgeschichte, die Kultur und den Sport.
Sein Wirken und seine Leistungen für Dübendorf lassen sich in folgende Hauptbereiche gliedern:
1. Politische Tätigkeit und Gemeindewesen
Achim Kuhnt, der 1939 nahe Dresden geboren wurde und 1963 gemeinsam mit seiner Frau Elke nach Dübendorf zog, engagierte sich intensiv in der lokalen Politik. Von 1991 bis 2002 gehörte er dem Gemeinderat (dem Dübendorfer Gemeindeparlament) an. Im Amtsjahr 1994/1995 bekleidete er als Gemeinderatspräsident das höchste politische Amt der Stadt. Zudem brachte er Neuzuzügern auf geführten Rundfahrten die Besonderheiten Dübendorfs persönlich näher.
2. Einsatz für Sport und Vereinsleben
Im Dübendorfer Vereinsleben übernahm Achim Kuhnt über viele Jahre hinweg Führungsverantwortung:
- FC Dübendorf: Während sieben Jahren amtierte er als Präsident des Fussballclubs Dübendorf. Unter seiner Führung wurden wichtige Grundlagen geschaffen, die dem Verein später den Aufstieg in die 1. Liga ermöglichten. Seine Schreibtätigkeit für Dübendorf begann bereits 1973 mit Berichten für den Fussballclub im Amtlichen Anzeiger.
- Dübi-Mäss: Er stellte seine journalistischen Fähigkeiten als gewandter Pressechef der Dübi-Mäss zur Verfügung.
- Stadtmusik Dübendorf: Er wirkte im Organisationskomitee für die Feierlichkeiten zum 100-Jahr-Jubiläum der Stadtmusik mit.
- Verschönerungsverein Dübendorf (VVD): Beim 100-Jahre-Jubiläum des VVD im Jahr 2019 gehörte er dem Organisationskomitee an, das unter anderem die grosse Einhorn-Show im ganzen Stadtgebiet auf die Beine stellte.
3. Engagement für Kultur und Ortsgeschichte
Im Bereich der Kultur und Geschichtsschreibung hat Achim Kuhnt bleibende Spuren hinterlassen:
- Heimatbuch Dübendorf: Von 1992 bis 2021 war er genau 30 Jahre lang Mitglied der Redaktionskommission des Dübendorfer Heimatbuchs. Er recherchierte und verfasste unzählige historische Aufsätze, Gewerbeporträts und Reportagen und betreute jahrelang die Rubriken Bemerkenswerte Ereignisse sowie die Sport-Chronik.
- Ortsgeschichtliche Dokumentationsstelle VVD: Seit dem Jahr 2000 wirkt er ehrenamtlich im Team der Dokumentationsstelle mit. Dort hilft er mit, historische Fotos, Schriften und Zeitdokumente Dübendorfs zu archivieren und für die Bevölkerung aufzubereiten.
- Kulturzentrum Obere Mühle: Von 2000 bis 2010 setzte er sich als Stiftungsrat für die Entwicklung und den Erfolg des Kulturzentrums Obere Mühle ein.
Als Würdigung für dieses Lebenswerk ist der Name von Achim Kuhnt auf der offiziellen Ehrentafel im Dübendorfer Stadthaus verewigt.


